Die genauen Ursprünge des Judo bleiben im Dunkeln verborgen. Die japanische Geschichte berichtet, dass bereits im 4. Jahrhundert n.Chr. Wettkämpfe stattfanden, die jedoch mit einem religiösen Ritus verbunden waren. Man hält diese Wettkämpfe für die Quellen des Sumo und des Ju Jutsu. Am Kaiserhof sammelten sich mutige Kämpfer aus allen Landesteilen, aus den Bergen und von der Küste. Das Ergebnis der Kämpfe stellte gleichzeitig die Prophezeiung für die Ernte dar. Es wird berichtet, dass Unterlegene sich beklagten, die Sieger hätten sich die Mystik und die Magie zu Nutze gemacht. Tatsächlich aber wurden zu dieser Zeit bereits Techniken angewandt, die die Kraft des Gegners ausnutzten, um ihn ins Leere zu leiten. Heute würde man diese Techniken als typisch asiatisch bezeichnen im Gegensatz zu den westlichen Kampfkünsten, wie z.B. dem Ringen, bei dem athletische Körperkraft im Vordergrund steht.

